Eine
radikal-emanzipatorische
Offensive

Kapi­ta­lis­mus – Sin­fo­nie des Todes

Fran­cis­co de Goya, Saturn, einen sei­ner Söh­ne ver­schlin­gend, ca. 1819–23, auf Lein­wand über­tra­ge­nes Wand­ge­mäl­de, 143 x 81 cm, Madrid, Museo del Pra­do. – Bild­quel­le (22.10.2019): Wiki­pe­dia (22.11.2019)

«Swifts Angriff zielt gera­de­wegs auf Apo­lo­ge­ten des kapi­ta­li­sti­schen Men­schen­bilds wie Man­de­ville u. Co. Und die­se gall­bit­te­re Sati­re liegt bis heu­te nicht weit ab von der Wirk­lich­keit, denn jeder ein­zel­ne kapi­ta­li­sti­sche ‹Macher› mit­samt sei­ner betu­li­chen Ehr­bar­keit hat mehr Kin­der auf dem Gewis­sen als König Hero­des, auch wenn er sie nicht eigen­hän­dig schlach­tet und ver­schlingt, son­dern [120] der kan­ni­ba­li­sti­sche Kin­der­frass immer nur indi­rekt und ver­mit­telt durch die Wir­kun­gen der sub­jekt­lo­sen ‹schö­nen Maschi­ne› statt­fin­det.» (Kurz, Schwarz­buch Kapi­ta­lis­mus, a. a. O., S. 119 f.)

Im fol­gen­den Brief zieht Kal­lio­pe Zafiriou
ihren Ex-Mann Bil­ly Mei­er zur Rechen­schaft
(Die geschwärz­ten Stel­len betref­fen Infor­ma­tio­nen, die aus Rück­sicht auf
das betrof­fe­ne Opfer nicht für die Öffent­lich­keit bestimmt sind.)

Allan Pet­ters­son – Sin­fo­nie des Lebens

«Ich bin kein Kom­po­nist, ich bin eine rufen­de Stimme!»
Allan Pet­ters­son

Allan Pettersson
Sinfonie Nr. 9

Göteborgs Symfoniker
Dirigent: Sergiu Comissiona
Aufnahme: Konserthuset, Göteborg, 8. bis 10. Juni 1977
LP: Philips 6767 951

Die erste Ein­spie­lung der läng­sten Sin­fo­nie Pet­ters­sons. Trotz der mit 85 Minu­ten um eine geschla­ge­ne Vier­tel­stun­de län­ge­ren Spiel­zeit als die übri­gen Auf­nah­men ist die Inter­pre­ta­ti­on Comis­sio­nas span­nungs­reich und kom­pakt – und zudem über­le­gen auf­ge­nom­men. 1978 auf Schall­plat­te ver­öf­fent­licht, längst ver­grif­fen und nie auf CD erschienen.

«Nichts rührt tie­fer an das angst­ge­pei­nig­te mensch­li­che Dasein als die bio­en­er­ge­tisch und bio­emo­tio­nell ver­an­ker­te Sehn­sucht nach der (extra­ge­ni­ta­len) orga­sti­schen Auf­lö­sung in der Ersatz­iden­ti­tät des frei ima­gi­nier­ten müt­ter­li­chen Ursprungs. Das sol­cher­mas­sen trans­sub­jek­tiv zum Platz­hal­ter für das Ich erho­be­ne, zur ‹Schöp­fung› mysti­fi­zier­te Weib­li­che erfüllt das von der Spra­che sug­ge­rier­te ‹Danach› des Todes mit der ersehn­ten Per­p­etu­ie­rung des nolens volens per­sön­li­chen Lebens und birgt das unver­brüch­li­che Ver­spre­chen der Unver­gäng­lich­keit von allem: Nichts geht ver­lo­ren, ‹Not­hing dies›, wie die weib­li­che Stim­me am denk­wür­di­gen Ende des Films The Ele­phant Man dem Zuschau­er ver­heisst.» (Der ‹Mensch­heits­leh­rer› und sei­ne Mis­si­on, S. 9)

John Hurt (‹John Merrick›) und Antho­ny Hop­kins (‹Fre­de­rick Tre­ves›) in der bewe­gen­den Schluss­sze­ne von The Ele­phant Man (USA 1980, David Lynch). Aus­schnitt aus der Ultra HD Blu-ray-Aus­ga­be von: The Ele­phant Man. (Collector’s edi­ti­on.) Stu­dio­ca­nal. © 2020. Pos. 1:54:18–2:00:40.

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