Eine
radikal-emanzipatorische
Offensive

Kapi­ta­lis­mus – Sin­fo­nie des Todes

Kevin Car­ter: Star­ving child and vul­tu­re (1993). – Bild­quel­le (ohne Datum): TIME – 100 Pho­to­graphs (17.10.2019)

Kevin Car­ter ver­ab­schie­de­te sich am 27. Juli 1994 nur drei­und­dreis­sig­jäh­rig aus­zugs­wei­se mit den fol­gen­den Wor­ten vom Leben:

«I’m real­ly, real­ly sor­ry. The pain of life overri­des the joy to the point that joy does not exist. … depres­sed … without pho­ne … money for rent … money for child sup­port … money for debts … money!!! … I am haun­ted by the vivid memo­ries of kil­lings & corp­ses & anger & pain … of star­ving or woun­ded child­ren, of trig­ger-hap­py mad­men, often po-lice, of kil­ler executioners …» 

Das Hun­ger­op­fer, ein Kna­be namens Kong Nyong, über­leb­te erstaun­li­cher­wei­se, starb aber nur vier­zehn Jah­re spä­ter an ‹Fie­ber›. Die kapi­ta­lis­mus­a­po­lo­ge­ti­sche Misch­po­ke ent­blö­de­te sich jeden­falls nicht, 1994 dem ihr  Opfer doku­men­tie­ren­den Bild die ‹Hämor­rhoi­den› einer Aus­zeich­nung anzu­hän­gen.

Jedes Wolfs­ru­del ist sozia­ler orga­ni­siert als die markt­wirt­schaft­li­chen Men­schen. Des­we­gen muss es als eine Ver­un­glimp­fung der Wöl­fe zurück­ge­wie­sen wer­den, vom ‹Wolfs­ge­setz der Kon­kur­renz› zu spre­chen.» (Kurz, Schwarz­buch Kapi­ta­lis­mus, a.­ a. O.,
S. 56.)

Allan Pet­ters­son – Sin­fo­nie des Lebens

«Der Mensch unse­rer Zeit ist ein klei­nes Kind, das irgend­wo auf die­ser Welt ver­hun­gert, gera­de jetzt, und die Musik unse­rer Zeit ist das Wei­nen des Kin­des in einer Mes­se für Aas­gei­er. Dahin hat es der erwach­se­ne, der ver­wach­se­ne Mensch aus Fleisch und Blut kom­men las­sen.» (Pet­ters­son, Allan: «Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Unan­sehn­li­chen». Über­set­zung [aus dem Schwe­di­schen] von Anne Men­de­lin. In: Kube, Allan Pet­ters­son (1911–1980), a. a. O., S. 22.)

Allan Pettersson
Sinfonie Nr. 8
Baltimore Symphony Orchestra
Dirigent: Sergiu Comissiona
Aufnahme: The Lyric Theatre, Baltimore,
27. und 31. Oktober 1977

LP: Polar POLS 289

Die über­ra­gend­ste Ein­spie­lung der Ach­ten Pet­ters­sons. Begin­nend mit einem Can­tus fir­mus bis zur Ver­bin­dung ver­schie­den­ster homo­pho­ner und poly­pho­ner Kom­po­si­ti­ons­tech­ni­ken spannt der erste Satz einen monu­men­ta­len Bogen über die Musik­ge­schich­te. 1978 erst­mals auf Schall­plat­te ver­öf­fent­licht, längst ver­grif­fen und nie auf CD erschienen.

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